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Yvonne aus Köln schrieb am 11.12.2009 um 13:13:25 Uhr:

Vielen Dank noch einmal für Deine Tipps und die deutsche Version der Broschüre/ Karten! Diese und die schwedische Friluftskartan fürs GPS nahm ich vom 25.11. 27.11.09 mit auf den Weg. Ich hatte mir Etappe 8-11 herausgesucht, startete in Ryra und ging von Norden nach Süden. Ein schwedischer Freund riet mir von Etappe 7 ab, wenn ich nur 3 Tage Zeit hätte, weil man dort wohl viele Straßen und bewohnte Gegenden begehe. So bin ich durch 3 Naturreservate gekommen, habe 3 Tage lang keine Menschenseele getroffen und konnte hervorragend die Strapazierbarkeit und Regendichte meiner neuen Klättermusen Regensachen ausprobieren.


Um diese Jahreszeit ist es ziemlich gefährlich auf den Wegen. Jede Wurzel auf dem Weg ist durch wochenlangen Regen verd* glatt, hölzerne Stege sind reinstes Glatteis und nur wenige haben ein Drahtgitter drüber. Die Wege haben sich teilweise zu Bächen verwandelt und man geht zu 90% mehr neben den Wegen auf festen Graswurzeln oder auf eine Art Winterweg drum herum. Oft tritt man auf eine sicher aussehende Stelle und ist mit dem halben Schuh versunken. Manche Brücken waren vollständig im Moor und Wasser verschwunden. Am ersten Tag blieb ich bei dem Versuch ein Moor nebst kaputter Brücke zu umlaufen fast im selbigen stecken und zum Schluß saß ich mit dem Hosenboden nebst Rucksack im selbigen drin. Ich merkte wie meine Schuhe voller Wasser liefen und dachte einen kurzen Moment ber die wasserfesten Kälttermusen Bagpacks als Alternative zu meinem Berghaus mit Regenhlle nach. Ich zog dann die Schuhe aus, krempelte die Hose hoch, durchwatete den Rest des Moores und einen ziemlich tiefen Bach und landete endlich auf festen Untergrund. Dank hochgeschnittener Regenhose und langer Regenjacke blieb mein Hintern trocken. Mein Schlafsack bekommt demnchst ein Drybag und für meine Schuhe hatte ich ein paar Teekerzen dabei, die die Schuhe zwar nicht trocken bekamen, aber es besser machten. An ein Feuer war kaum zu denken, wenn nicht jemand zufällig an den Windschutzhütten trockenes Spaltholz zurückgelassen hat.


Ich schaffte es dann zum Glück bis kurz vor dem Sonnenuntergang nach 27 km Tagesstrecke (was fürn Kraftakt bei dem vielen Wasser) die Windschutzhütte auf dem Felsen mit Blick auf den See Djupevatten zu erreichen. Es hatte aufgehrt zu regnen, die Sonne ging glutrot westlich ber dem See unter und ich fand in der Windschutzhütte 4 Stcken zurückgelassenes Spaltholz, mit dem ich ein kleines wärmeloses Rauchfeuer machte. Der Mensch kann mit sowenig zufrieden sein. Danke Boris für den tollen Tipp mit der Hütte und dem See nach Westen!


Die Markierungen waren alle super neu (die Markierungsklubs in der Ecke haben tolle Arbeit geleistet) und man musste schon blind sein, um den Weg zu verlieren. Fr das weitrumige Umgehen hat man ja das GPS. Tagsber waren es 5-7C, nachts rutschte es schon mal unter 0 Grad ab und ich freute mich ber meinen Biwaksack, der mich nachts vor eiskaltem Wind im Gesicht und vor dem Reinregnen in die Hütte bewahrte. Die Natur ist es echt wert auch zu dieser Jahreszeit und bei Regen loszugehen. Traumhafte Anblicke, ein See nach dem anderen, Kletterstrecken, die mit Seilen gesichert sind, an denen man sich festhalten kann, Felsen und ein paar kleine Schluchten. berall findet man fließendes Wasser zum trinken und mit nem Steripen bin ich in Schweden bisher immer auf der sicheren Seite gewesen.


Als ich nach 3 Tagen zu meinem Aufsammelpunkt an der Bottenstugan ankam, wartete dort ein herrliches Feuer auf mich. Ein schwedischer Mann mit seinem 3 Jahre alten Sohn und seinem Hund verbrachte seine Babysitterzeit nach dem Bro auf diese Art, bot mir Kaffee und Kekse an und ich verbrachte die Stunden bis zur Abholung mit Gesprchen übers Fischen in Norwegen, Outdoorklamotten u.a.. Er ließ mir einige Stcken trockenes Holz da und so genoß ich den für mich letzten Sonnenuntergang im Bohusleden. Werde gewiß noch in den kommenden Jahren andere Teile des Bohusleden machen. Erstmal wartet ein weiterer Teil des Kungsleden und das Sarek auf mich.

 


Chris schrieb am 10.12.2009 um 16:52:18 Uhr:

Zuerst einmal: Sehr geile Seite. Dank ihr waren auch wir dort zu dritt im Juni/Juli 2009 unterwegs. Ausgangspunkt (Lindome). Die Knott haben uns an einigen Stellen förmlich aufgefressen. Die sind unter den Kopfümckennetzen durch und haben vornehmlich in die Augenlieder gestochen. Mistviecher!!! Wenn wir ne weitere Etappe in Angriff nehmen, dann eine wo weniger Zivilisation in der Nähe ist (nrdl. v. Göteborg). Für den Anfang wars schön aber nicht einsam genug ;-) Da wir am ersten Tag zu spät dran waren hat uns ein seht netter Tankwart in seinem Garten direkt neben den Bahngleisen schlafen lassen. Abends hat er uns noch mit Whisekey abgefüllt und am nächsten Tag zum Ausgangspunkt des Bohusleden gefahren. Geiler Typ!

 


Melanie schrieb am 12.11.2009 um 12:50:33 Uhr:

Hallo Boris,
habe gerade eine gute Stunde mit dieser ziemlich coolen Seite hier verbracht. Respekt! Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich dich gerade ganz neu kennen lerne? Melanie

 


Lisa schrieb am 11.09.2009 um 21:48:57 Uhr:

Hi Boris,



deine Seite ist wirklich sehr hilfreich und interessant, danke!

Wir wandern nächste Woche zum ersten Mal einen Teil des Bohusleden ab. Wir wollen von Jonsered bis nach Uddevalla wandern und haben dafür 8 ganze Tage. Ist das machbar? Gibt es auf der Strecke irgendwo in der Nähe Lebensmittel zu kaufen?

Es wäre toll, wenn du uns

die deutsche Fassung der Broschre zuschicken könntest.

Dann vielen Dank und weiterhin gute Urlaube!

Lisa und Holger

 


Niklas schrieb am 03.08.2009 um 22:46:59 Uhr:

Hey, habe zusammen mit 2 Freunden den Bohusleden bewandert(vom 22.07.09-3.08.09), dass wir die Wunder Bohusledens sahen, ist vor allem dieser Seite geschuldet - durch die wir nicht nur vom Bohusleden erfuhren sondern auch auf ihr eine Menge hilfreicher Tipps fanden. Wir wanderten von Strömstad aus bis nach Dingle.

Die ersten Etappen sind recht hart aber es wird leichter von Tag zu Tag. Die Markierungen sind eigentlich gut sichtbar, aber an einigen Stellen ist es durchaus möglich sich zu verlaufen. Wir verloren wegen schlechter Witterung auf dem Björnepiggen den Weg und fanden die Hütte nur durchs Wandern dem Kompass und der Nase nach.

Auch vor Vassbotten gab es eine Stelle wo wir im Wald im Kreis liefen und im Morast nach den Markierungen suchten.

Mcken sind da, haben es auch durchaus auf Menschen abgesehen, auch die angesprochenden kleinen Biester, Feuer macht sich eigentlich am besten gegen diese ganzen Fiecher aber man wird wohl mit Mückenstichen leben mssen, geht aber.



Das erstmal mein erster Eindruck, heute wieder in der Zivilisation angekommen und gleich Eindrücke eingetragen - schafft man sonst nicht. Vielleicht folgt noch ein ausführlicher Bericht.


 

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