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Den musste ich dann gleich mal testen.
„Äh, können sie mir mal einen großen Rucksack geben? Mal sehen ob das passt?“
Ich hatte schon leicht Angst, ihn zu überfordern. Aber er hielt tapfer durch, suchte einen großen, klobigen aus und gab ihn mir.
Poncho drüber. Und – er passte! Ein Wunder. Einzig die rote Farbe störte mich ein wenig.
„Gibt’s den auch in grün?“
Der Verkäufer eilte ins Lager.
„Nein, leider nicht. Aber mit rot wird man ja auch viel besser gesehen…“
Eigentlich wollte ich mich eher meiner Umgebung anpassen und nicht aus ihr hervorstechen, wenn ich im Wald unterwegs bin. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er das verstehen würde.
Ich habe dann den Poncho in rot gekauft.

 

 

Der Regen, der Poncho, der Verkäufer und ich

Letzter Versuch. Auf in einen Bremer Outdoorladen. Vorher schon mal angerufen, ob die Ponchos dahätten. Erwartet hatte ich eigentlich nichts. Meine Recherchen haben im Vorfeld ja auch nichts zu Tage gebracht.
Der Verkäufer schien ein richtiger Naturfreak und Equipmentexperte zu sein. Das merkte ich gleich an Aussagen wie: „Ja, bei dem Poncho kann ein Rucksack mit drunter. Ist auch eine gute Marke (es ging um den Exped Bivy-Poncho). Und so’n Zelt oder so was kann man da wohl auch mit bauen.“
Dazu noch dieser Ton in der Stimme, der einem vermittelte: „Sowas braucht kein Mensch und ich gehe sowieso nur in der Stadt spazieren.“
Der Poncho war eh nix. Zu kurz.
Aber da gab es dann noch eine Alternative. Ich konnte es ja kaum glauben! Ein durchdachter Poncho von Tatonka! Mit Rucksackaussparung.

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